Loacker Heinfels

Innovatives Energiekonzept mit enormen Sparpotenzial

Kundenstimme: Unser Bestreben, Wachstum und Qualität zu fördern, verlangt Visionen und innovative Lösungen

"Auch unser drittes Produktionswerk reflektiert in jeder Hinsicht die Unternehmensphilosophie unserer Marke, die nun in über 100 Ländern weltweit vertreten ist. Unser Credo ist die Liebe zum Detail, ein dezentes Erscheinen, Naturbezogenheit undVerantwortungsbewusstsein. Bei einer jährlichen Produktionsmenge von über 35.000 Tonnen und vier Millionen Waffelpackungen pro Tag - Tendenz steigend - war die Errichtung einer effizienten, energiesparenden und somit umweltfreundlichen Kälteanlage, hier in Heinfels im Ostiroler Oberland, unumgänglich. Der "Eisspeicher", eine mit Ammoniakbetriebene Anlage, garantierthöchste Effizienz, ein beträchtliches Energiesparpotential bei relativ geringem Aufwand und ermöglicht gleichzeitig eine Wärmerückgewinnung, die den eigenen Wärmebedarf zum Teil abdecken kann. Die Realisierung der vom Studio EMA des Martin Zuech geplanten Anlage wurde bewusst dem Brunecker Unternehmen Schmidhammer anvertraut, das uns eine schlüsselfertige Lösung anbieten konnte und zudem über eine hauseigene kompetente Kältetechnik-Fachmannschaft verfügt. Die komplette Anlage wurde termingerecht und zur vollen Zufriedenheit übergeben. Unerwartete und neue Anforderungen wurden souverän und unkompliziert gemeistert. Schmidhammer, der bekannte und von uns geschätzte Installationsbetrieb für den gebäudetechnischen Anlagenbau, hat sich erneut als kompetenter und zuverlässiger Partner bewährt. Als besonders angenehmund konstruktiv wurde dabei die optimale Zusammenarbeit und die Dialogbereitschaft, siehe mit dem Auftragnehmer als auch mit dem Planer, empfunden." (Auszug aus der SW-Zeitung)

Ing. Andreas Öhler, technischer Verantwortlicher der Loacker Gruppe

Stimme des Projektleiters: Professionalität und Weitblick mit den passenden Partnern

"Bei der Umsetzung dieses ökologischnachhaltigen Projektes stand die Zufriedenheit und der damit verbundene technisch-ökonomische Vorteil für unseren Kunden im Vordergrund. Der Zuschlag für diesen Auftrag war für uns, als eines der über Südtirol hinaus, führenden Unternehmen im industriellen Anlagenbau für Versorgungstechnik, eine große Genugtung und zugleich Herausforderung. Die Errichtung der neuen Kälteanlagevon Loacker Ag in Heinfels/Osttirol im Werk 3 inklusive der gesamten Eiswasser-und Klimaverrohrung konnte auf Grund der geradezu idealen Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Martin Zuech und den Ingenieuren von Loacker reibungslos und termingerecht erfolgen. Ausschlaggebend dabei war die Tatsache, dass wir als Komplettanbieter sämtliche gebäudetechnischen Anlagen (Kälteanlage, Entrauchung, Druckluft, Wärmerückgewinnung und Lüftung) für unseren Auftraggeber planen und liefern konnten. Mittels 3D Anlagenplanung konnten wir bereits schon in der Planungsphase alle Projektbeteiligten involvieren und dadurch Änderungswünsche, Vorschläge und Anregungen berücksichtigen und unmittelbar umsetzen. Ferner anzumerken ist, dass der komplette Anlagenbau - vom technischen Büro bis zum Monteur auf der Baustelle- mit eigenen Fachkräften der Fa. Schmidhammer realisiert wurde. So kann unser Team nun stolz auf die Umsetzung dieses Projektes zurückblicken und sich auf die Umsetzung neuer, anspruchsvoller und innovativer Projekte freuen."

Ing. Michael Reinalter, Projektleiter Firma Schmidhammer

Kältetechnik im Detail

Für die Produktkühlung mit Eiswasser (+1°C) und die Klimatisierung der Produktionshallen und Bürotrakte mittels Klimawasser (+7°C) benötigt die Fa. Loacker ca. 3,5MW an Kälteleistung. Als Kältemittel fungiert Ammoniak, dass neben den technisch-ökonomischen Vorteilen wie Leistungsfähigkeit, Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit auch ökologische Vorteile bietet. Das GWP (Global Warming Potential) und ODP (Ozone Depletion Potential)-Wert dieses Kältemittels liegt bei null und stellt somit eine ökologisch nachhaltige Lösung dar. Für die Kälteerzeugung kommen drei Schraubenverdichteraggregate zum Einsatz, wobei zwei Verdichter im Inverterbetrieb - und ein Aggregat als statischer Verdichter betrieben werden. Die Verflüssigung erfolgt über 2 Verdunstungskondensatoren mit jeweils zwei frequenzgeregelten Ventilatoren. Der 15.000lt Abscheider und die drei Ammoniakpumpen versorgen die Eisspeicher mit -5°C flüssigen Ammoniak. Das kalte Ammoniak in den Tauscherschlangen sorgt für den Eisaufbau im Eisspeicher. Ist die Eisschicht- bzw. -dicke homogen im Eisspeicher aufgebaut, kann Eiswasser entzogen werden. Physikalisch gesehen kann Eiswasser entzogen werden, bis das letzte Eismolekül geschmolzen und seine Schmelzenergie ans Wasser abgegeben hat. Dann strömt wieder Ammoniak durch die Tauscherschlangen und der Eisaufbau beginnt von neuen. Vorteil dieser Technologie liegt im darin, dass in den Nachtstunden die günstigen Stromüberschüsse für die Kälteanlage hergenommen werden können - während der Produktion am Tag wird die benötigte Kälte gänzlich aus dem Eisspeicher entzogen.